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WARUM Neuropsychologie?

Die Untersuchung kognitiver, sensorischer, motorischer und emotionaler Funktionen einzelner Hirnregionen mit entsprechenden Untersuchungsverfahren ist eine wichtige Aufgabe klinischer NeuropsychologInnen.

Neurologische Defizite in Teilbereichen oder auch neurologische Erkrankungen unterschiedlichster Ätiologien (Hirntumor, Epilepsie, Autoimmunerkrankungen, etc.usw.) beeinträchtigen neuropsychologische Funktionen und daher auch die Lebensqualiät der betroffenen Menschen sowie die deren Angehörige.

Funktionen des Alltags umfassen die Raumorientierung und Aufmerksamkeit, Sprache und Sprechen, Wahrnehmung, Gedächtnis und Motorik sowie „höhere“ kognitive Funktionen (Exekutivfunktionen) und diese können bei allen Altersgruppen - Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beeinträchtigt sein. Um Betroffenen die richtige Unterstützung anbieten zu können, ist es wichtig, eine umfassende und auf den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft basierende Diagnostik anzubieten.

Nur wer genau weiß, WO er/sie ansetzen muss, kann auch effizient und richtig (be)handeln.

Beispiel Aufmerksamkeitsstörungen:

Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, aus einer Vielzahl von Sinneseindrücken und mentalen Aktivitäten diejenigen auszuwählen, die für die Planung und Durchführung zielgerichteter Handlungen relevant sind (Niemann und Gauggel 2014). Aufmerksamkeitsstörungen gehören neben Gedächtnis- und Exekutivstörungen zu den häufigsten neuropsychologischen Folgen erworbener Hirnschädigungen (AWMF 2011). Bei psychiatrischen Erkrankungen (Depression, Schizophrenie , Demenz ) sind sie häufig.

Auch Kinder mit ADHS haben eine Störung ihrer Aufmerksamkeitsregulation.

 

Funktion und Symptomatik einzelner Hirnregionen 
Beispiel Aufmerksamkeit

Screenshot 2021-07-21 at 10-29-37 Funktion und Symptomatik einzelner Hirnregionen - Klinis

https://www.springermedizin.de/emedpedia/klinische-neurologie/funktion-und-symptomatik-einzelner-hirnregionen?epediaDoi=10.1007%2F978-3-662-44768-0_78

Wie bereits in der Tabelle ersichtlich, handelt es sich - hier nur beispielhaft für einen kleinen Aspekt neuropsychologischen "Aufmerksamkeit" - bei neuropsychologischen Vorgängen bzw. Syndromen immer um ein komplexes Zusammenspiel von vielen Gehirnarealen.

Diese basieren auf einer "gesunden" und fehlerfreien Kommunikation - ermöglicht durch eine ungestörte Übertagung der Impulse durch die Reizweiterleitung über Faserbahnen oder Faserbahnnetze.
Hier sehen Sie die farbliche Darstellung der Vernetzung der Faserbahnbündel EINES Gehirns. (Die jeweilige Farbe - rot, grün, oder blau - gibt u.a. Auskunft über die Ausrichtung dieser Faserbahn im Gehirn.)

Funktioniert diese Übertragung nicht einwandfrei, so kann es zu Problemem führen. Neuropsychologie hilft hierbei einen sinnvollen, sowohl biologisch - anatomischen als auch psychologisch - diagnostischen und in weiterer Folge
auch effektiven therapeutischen Ansatz zu generieren.
















 

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